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Über die Musik des Wortes

Das, was man singt, ist entscheidend.

Wenn wir singen, kommen wir vom Wort der Schrift her, dem wir größtmögliche Überzeugungskraft zu geben versuchen. Nicht, weil wir Gefühle einfach so, Begeisterung um ihrer selbst willen, hervorrufen wollen, sondern weil es uns darum geht, die biblische Vision wachzurufen und herbeizusingen. Liturgie soll musikalisch schön sein: nicht rezitativ schön oder technisch perfekt, sondern ausdrucksstark, kommunikativ schön, schön aufgrund ihrer Bewegtheit.

Zwei Hauptdarsteller gibt es dabei: die Gemeinde und den Chor. Sie singen nicht einfach eine Reihe von Vokalen, sondern bestimmte Worte; nicht isolierte Worte, sondern zusammenhängende Sätze, Satzzusammenhänge, Texte. Kirchenmusik ist Musik, die den Text unterstützt – wie der ursprüngliche gregorianische Gesang -, Musik, die den Text interpretiert und ihm mehr Expressivität verleiht – wie bei Monteverdi. Je besser ein Chor einen Text singt, um so kommunikativer wird die Liturgie.

Huub Oosterhuis
Du hast uns schon im Mutterschoß gekannt
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